Meine einzigartige Meise

Ein sehr spezieller Moment – diese kleine Blaumeise saß aufgeplustert auf meiner Terrasse und ließ sich ohne weiteres einfangen. Ein Auge war verklebt. Ich habe es, ganz vorsichtig, mit einem Wattestäbchen geöffnet – und sie flog wieder fröhlich davon.

Ein wunderbarer Moment und wahrhaft beflügelnd – für die Meise und für mich!

Leider hat sie es dennoch nicht geschafft, abends fand ich sie tot unter der Terrasse. Der Lauf der  Dinge und völlig normal – trotzdem traurig.

Traurig über den Tod einer Meise fiel mir der Kleine Prinz und seine Begegnung mit dem Fuchs  ein.

„Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …“
(Antoine de Saint Exupéry, Der kleine Prinz)

So war das auch mit mir und meiner Meise. Sie war für mich einzigartig.

 

Glückauf!

 

Warme Köpfchen und Füßchen

So lange ich mich erinnern kann strickte meine Großmutter. I m m  e r . (Wenn sie nicht gerade äußerst erfolgreich ihr Unternehmen leitete. Nur damit Sie sich jetzt niemanden in Kittelschürze mit Dutt vorstellen.)

Die gesamte Familie profitierte von Socken, Jacken und Pullovern, die so entstanden. Es wurde aber auch ständig gestrickt, um zu helfen. Unzählige Mützen, Socken und Kinderjäckchen wanderten jährlich auf einen Basar für einen guten Zweck.

Dieses Bild hatte ich vor Augen, als ich die Berichte aus einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge hörte, in der ständig Säuglinge und Kleinkinder ankamen. Mit Kleidung, die für europäisches Winterwetter völlig unzureichend war. Also habe ich gestrickt, Mützen und Schühchen:

Ich hoffen, dass mein kleiner Beitrag ein bißchen „Warmes Willkommen in Deutschland“ vermitteln konnte.

Glückauf!

Mit den Füßen getreten…

… habe ich meine Werke ja normalerweise nicht gerne. Aber bei diesem mache ich mal eine Ausnahme: Ein Häkeldeckchen im XXL Format. stolze 90 cm Durchmesser und aus ganz dickem, super kuscheligen Baumwollgarn.
Ds geht sowohl auf dem Tisch als auch  –  auf dem Fußboden. Als Bettvorleger. Oder Badematte.

Und der ist nicht nur 1.) fertig 2.) wohl gelungen sondern auch (klick!)

3.) käuflich zu erwerben

Denn HansensGasse hat seit einiger Zeit nun auch einen DaWanda Shop. Ich kann ja nicht alles selber verwenden, was ich produziere. Und da s mir nicht allein so geht, sondern um mich herum auch „Überschuss“ hergestellt wird, gibt es jetzt den Shop.

Ich freue mich über Ihren Besuch – hier und dort!

Glückauf!

Ist hier jemand?

Fragt mich ein Kommentar heute morgen.

Ich bin zutiefst beeindruckt… unfassbare 18 Monate vernachlässige ich hier meine Gastgeberpflichten, und Sie lieben Menschen kommen immer noch des Weges. Und hinterlassen Kommentare. Und fragen, ob alles in Ordnung ist.

Hach. Schön! Ich bin ganz gerührt (Ehrlich!)

Fest versprochen, ich zeige mich nun wieder. Und freu mich knubbelig, wenn Sie auch vorbei  kommen.

Also bis dann.

Glückauf!

 

PS: Ein bißchen was zu gucken gibt es schon mal. Quasi übergangslos zum letzten Post: Was aus der Skyline meiner GrannySquares wurde.

 

 

In Vorbereitung: Eine Granny Square Decke / In progress: A granny square afghan

(Please scroll down for English translation)

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Das ist das Allerletzte. Oder besser: Wird das allerletzte sein, was von meinen 42  PIAs (Projekten in Arbeit) fertig gestellt werden wird.
Angefangen im November, habe ich angefangen zu häkeln, inzwischen ist der Haufen von Granny Squares auf ca. 650 angewachsen.

Da Sie auf dieses Werk noch ein wenig warten müssen gibt es einen „making of“ Beitrag zur besonderen Würdigung der Arbeit meiner lieben Schwiegermutter. Ich habe zwar gehäkelt wie nicht ganz gescheit – aber sie hat die Fäden vernäht. Und die Quadrate geplättet. Und mit Bändern, nach Farben sortiert, zu wundervollen kleinen Türmen zusammengefügt. Fast zu schade, diese Türme jetzt zu öffnen – ich könnte die Skyline von Manhatten in Granny Squares bauen! (leider fallen sie ständig um)

Jetzt werde ich sie also mit x Metern Naht zusammenhäkeln. Demnächst. Erst spiele ich noch ein bißchen Bauklötze.

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This is a prewiew of one of my works in progress: in November I started to crochet squares. And I chrocheted, and I squared, and I hooked – and here they are.
But, apart from me crocheting like a maniac, this is a post in honour of my mother in law: She is the one who sewed up all the endings and who blocked every single square for me. And she sorted them by colour and made little towers of them. I could build the Manhattan skyline out of granny squares (they keep tumbling over, though)

Now it’s putting them together. Soon. In the meantime, I keep building cities with my little towers.

 

Glückauf!

 

Diesen Beitrag habe ich vorbereitet – jetzt bin ich im Urlaub und kann daher nicht auf Fragen oder Kommentare antworten. Freue mich aber nach meiner Rückkehr um so mehr darüber!
I wrote this post before I left for my vacation. I can’t answer any comments questions during this time, but I’m really looking forward to do so as soon as I’ll be back!

 

 

 

Alte Schätze: Hohlsaumstickerei auf Leinen / Ancient Treasures: Hemstich on Linen

(Please scroll down for English translation)

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Dieses Werk habe ich verflucht: Hohlsaum funktioniert links ‚rum nämlich nicht, wenn man es rechts ‚rum beigebracht bekommt. Über meine unfähige Handarbeitslehrerin berichtete ich ja bereits.
Den Probelappen meiner Hohlsaumkünste habe ich aber in Ehren gehalten. Das Werk, das anschließend entstand, ziert bis heute einen Schrank bei meiner Mutter. Damals waren es gefühlte 10 Meter, die ich besticken musste. Wenn ich ihn heute da so liegen sehe wundere ich mich immer, wie klein er mit seinen ca. 80 cm doch ist…

Haben Sie auch noch alte Schätze aufbewahrt? Dieses Werk aus meiner Handarbeits-Grundausbildung muss ungefähr 37 Jahre alt sein.

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I hated this work when I had to make it, ca. 37 years ago. When your tought how to do hemstitch with your right hand but actually are left handed, it simply won’t work. But I kept this sampler, and today I really love it. The actual work was a runner that is still in my mothers house. Every time I see it I’m surprised how small it actually is with it’s 80 cm – working on it it felt like at least 10 meters of embroidery…

Did you keep any of your ancient works from school?

GlückAuf!

Diesen Beitrag habe ich vorbereitet – jetzt bin ich im Urlaub und kann daher nicht auf Fragen oder Kommentare antworten. Freue mich aber nach meiner Rückkehr um so mehr darüber!
I wrote this post before I left for my vacation. I can’t answer any comments questions during this time, but I’m really looking forward to do so as soon as I’ll be back!

 

Alte Schätze: Mein allererstes Häkelwerk / Ancient treasures: My first crochet project ever

(Please scroll down for English translation)

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Während ich fleissig an der Fertigstellung des nächsten PIAs (Projekt in Arbeit) wirke, unterhalte ich Sie mit einem meiner Frühwerke.

Es ist sogar mein Erstlingswerk: An dieser Stola habe ich häkeln gelernt. OK, die Farbauswahl wäre heute nicht mehr meine, dennoch bin ich ein bißchen stolz auf mein Werk:
Da sitzt ein ca. 12 jähriges Mädchen – ich habe in der Unterstufe häkeln gelernt – und bricht sich mit der Häkelnadel einen ab.
Beschimpft von einer pädagogisch unfähigen Handarbeitslehrerin. (mit Dutt und spitzer Nase) Unfähig deswegen, weil ich Linkshänderin bin und das, ganz untypisch für meine Generation, auch sein durfte. Sowas war meiner Lehrerin noch nicht untergekommen – und damit war sie überfordert.
Meine Handarbeitsstunden gehören wirklich zu den fürchterlichsten Schul-Erinnerungen, dort wurde ich grundlos gedemütigt. In Mathe wurde ich auch gedemütigt, aber das hatte sehr wohl einen Grund und ist eine andere Geschichte. Im Ergebnis handarbeite ich immer noch und rechnen kann ich auch.

Die Stola hat überlebt (andere meiner Erstlingswerke leider nicht, als da wären meine rot karierte Schürze und meine roten Fäustlinge) Sie liegt heute mit einigen Folgemodellen (in anderen Farben!) bereit, falls es den Gästen abends auf der Terrasse kalt wird. Dann wird sie ausgeliehen, im Halbdunkel macht dann auch die Farbe nichts.

Haben Sie auch noch Erstlingswerke?

Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977.

While I’m busy working on my WIPs I ‚m glad to entertain you with my first work of crochet ever: I made this in my craft class in school when I was about 12 years old.  I learned to crochet with this, tortured by a teacher who was unable to teach a left handed child how to crochet. Despite the fact that I don’t have very nice memories of making this and that this wouldn’t be my choice of colour anymore, I kept it and still use it when it’s getting chilly outside and a guest needs something warm around her shoulders. In the dark, the colour doesn’t matter …

 

GlückAuf

 

Sie haben es sicher entdeckt, ich habe Ihnen großmütig sogar den Fehler mit präsentiert…

You sure saw it: I even present the mistake I made…

 

Diesen Beitrag habe ich vorbereitet – jetzt bin ich im Urlaub und kann daher nicht auf Fragen oder Kommentare antworten. Freue mich aber nach meiner Rückkehr um so mehr darüber!
I wrote this post before I left for my vacation. I can’t answer any comments questions during this time, but I’m really looking forward to do so as soon as I’ll be back!