ßänk ju for träwelling…

Wenn einer eine Reise tut…

… da kann ich was erzählen, vom Reisen auf der Schiene. Ich musste zwar nicht ganz, aber doch halb durch die Republik: Von Hamburg in den Westerwald sollte die Reise gehen. Der Fahrplan erzwang die Reise über Frankfurt. Na gut, wenn´s denn sein muss… So saß ich Stunden im ICE, genug zu lesen mit dabei, und ergab mich meinem Schicksal. Das wäre auch ganz in Ordnung gewesen – wenn es nicht bei Ankunft in Frankfurt geheißen hätte „Heute leider nicht mehr in den Westerwald, der Zug ist ersatzlos gestrichen“
So fuhr ich also von Frankfurt nach Hause ins Ruhrgebiet – das hätte ich von Hamburg aus erstens schneller und zweitens günstiger haben können, wenn die Nachricht über entfallende Anschlusszüge früher bekannt gegeben worden wäre.  Meine Reservierung war damit leider auch hinfällig – aber Dank der wirklich hilfsbereiten Bahn-Mitarbeiterin fand ich in dem völlig überfüllten Zug den, glaube ich, letzten freien Sitzplatz. Ich bewundere die Bahn-Mitarbeiter, die in solchen Situationen freundlich, gelassen und service-orientiert bleiben. Die Kommentare der Reisenden waren nicht nur freundlich…
Die misslungene Reise hat nun nicht nur meinen Freitag verhagelt, sondern auch den Terminplan für die kommende Woche komplett auf den Kopf gestellt – denn der Termin muss nun nachgeholt und dazwischengequetscht werden. Ärgerlich.
Aber nicht zu ändern und deswegen jetzt mal einfach verdrängt. Wie all meine anderen wundersamen Erlebnisse mit der Bahn: Halt auf offener Strecke im Winter mit defekter Heizung. Falsche Weichenstellung und deswegen ein Zug, der sich verfährt. Verspätungen, die einen das Schiff auf die Insel verpassen lassen, zu der nur einmal am Tag ein Schiff fährt (wenn man extra deswegen mit dem Zug gefahren ist, um nicht zu spät am Anleger zu sein…) Triebwerkschaden und mit Gepäck 100 Meter über das Gleisbett zum letzten Bahnhof zurücklaufen müssen, wo dann keiner Auskunft geben kann, wie es nun weiter geht. (ohne jegliche Hilfe von Seiten der Bahn für Reisende, die mit Kindern oder schwerem Gepäck unterwegs waren)
Ich bin ja guten Willens – aber irgendwie stehen die Bahn und ich auf Kriegsfuß. Also beim nächsten Mal doch wieder mit dem Auto?
So, genug gemosert. Aber das musste ja mal gesagt werden.
Was gibt es schönes zu berichten?
Ein Schnäppchen. Schon so lange möchte ich einen Mantel ganz bestimmter Art haben. Kuschelig. Warm. Zeitlos. Bequem.  Aus Lammfell. Und deswegen leider immer nur im vierstelligen Preisbereich zu haben – nicht wirklich ein vernünftier Einkauf, sage ich mir also seit geraumer Zeit. Und als ich heute wirklich nur eine Hose kaufen wollte – da hing er da und lachte mich an. Um mehr als 70% reduziert. In meiner Größe. Und jetzt hängt er an meiner Garderobe. Und ich freu mich knubbelig. In diesem Mantel wage ich mich dann auch wieder auf zugige Bahnsteige und trete Montag unverdrossen die Reise in den Westerwald an.

Glückauf!

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