Auf der Nadel…

… im Moment – wie immer – mehrere Projekte:

Ein Paar Socken, klassisch Regia 4 fädig:

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Noch ein paar Socken. Aus sehr feiner Wolle, handgefärbt – aus Nadeln Nr. 2
Nicht mein Favorit zu stricken, aber kuschelweich und superfein:

Die kontinuierliche Reste Socke aus allem, was an 4 fädigem Sockengarn übrig geblieben ist:

Ein Pullover für den Neffen. Mit Schalkragen zum Hochklappen:

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Eine Babydecke für einen neuen Erdenbürger im fernen England. Erster Versuch: Sockenwolle 6 fach doppelt genommen, Nadel Nr. 4, tief eingestochene Stäbchen. Schön, aber für einen Säugling zu brettig.

 

Also, zweiter Versuch. Wieder Sockenwolle 6 fach, dopelt genommen, Stricknadel Nr. 7, kraus rechts. 4 Rechtecke, die ich mit einem plastischen Stich zusammen fügen möchte:

Eine Spielerei in Zopf. Geplant war ein grosses Schultertuch:

Garn: Plymouth Yarn Pasea Alpaka / Wolle; Nadel Nr. 5
Muster: Eigenkomposition aus verschiedenen Quellen zusammengewürfelt
Muster – passt
Garn – passt
Farbe – bleibt abzuwarten, der Farbverlauf zeigt sich sehr sprunghaft.

Ebenfalls abzuwarten bleibt, wie sich das Stück verhält, wenn es noch etwas größer ist. Könnte sein, dass es mir etwas zu fest für ein Schultertuch sein wird. Dann wird es das Rückenteil eines Mantels. Mal sehen.

 

Glückauf!

 

 

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Pullover Parade Teil 2

Tsssss. Es dauert länger, die Werke zu fotografieren als sie zu stricken.Bevor ich Ihnen die Modelle in winter-wollig-warmen Materialien präsentiere, hier noch ein paar Sommermodelle:

DAS HEMD. Einfach ein Tank Top, weit, lang. 4 links, 4 rechts – aus sehr strukturierter Seide:

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Pullover nach dem Raglan Top Down Modell von Heidi Kirrmeier  wie auch schon diese hier. Mal mit V Auschnitt, mal mit rundem Ausschnitt, aus unterschiedlichen Garnen.

In stahlblau aus I love Yarn Whisper (Baumwolle / Bambus)DSC_9620

In gelb: Moya Yarns Double Knit  Baumwolle aus Südafrika DSC_9623

In rosa und grau: Moya Yarns Double Knit  Baumwolle aus Südafrika  DSC_9636

Noch ein Silken Straw Summer Sweater von Purl Soho, diesmal aus aus I love Yarn Whisper (Baumwolle / Bambus)DSC_9589

Demnächst dann die wollig warmen Modelle für den drohenden Winter.

 

Glückauf!

Oktober Kranz

Jeden Monat ein neuer Kranz.

Ob ich das schaffe?

Den Start macht der Gerstenkranz: pieksende, kratzende Gerste zu Büscheln zusammengefasst und um einen großen Metallreifen gebunden.Gerstenkranz_2

Gerstenkranz

Am Türbeschlag arbeiten wir noch. Aber der Klopfer ist doch schon ganz schön, oder?

KlopferKlopfer-1

 

Glückauf!

Neue alte Liebe: Sukkulenten

Ich habe ein Pflanzenproblem: Ich kann nicht genug davon haben. Und muss sie ständig vermehren, Ableger ziehen, umtopfen, zupfen, schnippeln, …

Dem Problem kommen Sukkulenten sehr entgegen: Sie sind überschaubar groß und sehr leicht zu pflegen (und zu vermehren!)


Ich weiß gar nicht mehr, woher die ersten kamen, die sich im Stadtgarten munter vermehrten und sich sogar auf ein paar Krümeln Dreck an der Hauswand wohl zu fühlen scheinen. Aber irgendwie sind es jetzt immer mehr geworden.

Die allererste „Blume“, die ich je von einem Jungen geschenkt bekam war auch eine Sukkulente: Die Eltern eines Jungen in meiner Grundschule hatten eine Gärtnerei (Gewächshäuser sind ein toller Spielplatz!)
Als ich meinen ersten Quadratmeter eigene Gartenfläche im heimischen Garten bekam, schenkte er mir eine Echeveria. Ich habe nicht mehr in Erinnerung, wie es ihr ergangen ist – aber ich weiß noch, dass ich sie sehr stolz eingepflanzt habe.

Heute verteilen sich meine Sukkulenten auf Haus und Garten – und werden immer mehr…

Und damit das so bleibt zupfe und schnippele und topfe und gieße ich munter weiter.

Glückauf!

Eine Tischdecke für die Patin…

… passend zum Geschirr Zwiebelmuster. Zum 70. Geburtstag kann man sich als Patenkind ja mal ein bißchen Mühe geben.

Die Inspiration kam aus der ‚LANDLUST‘: Eine Tischdecke sticken, für das besonders ungewöhnliche Tischmaß der Tante – damit wäre mein Grübeln über ein adäquates Geschenk gelöst.

Schneeflocken wären jetzt nicht so ihr Ding. Aber etwas passend zum Geschirr, vielleicht? Aber zu welchem. Die Cousine zu Rate gezogen und beschlossen:

ZWIEBELMUSTER

Also erstmal Brainstorming – wie könnte eine Tischdecke für dieses Geschirr aussehen?

zwiebelmuster-stickerei-3.jpg

So auf jeden Fall nicht.

Mir schwebte etwas von Allover-Streublümchen-leichtes, feines Muster vor. Aber wie?

Als Kind hatte ich jeden Mittag mein Essen auf einem Zwiebelmuster-Teller serviert bekommen. Ungeliebte Mahlzeiten auf dem Muster hin und her geschoben (essen musste ich es ja doch), in Eintopf oder Kartoffelpüree Linien mit der Gabel gezogen, Teile des Musters freigelegt. Meine Mahlzeiten wurden in Segmente portioniert , die das Muster unterteilten. Detail für Detail wurde essend freigelegt. Und das war es:

Teile, einzelne Musterfragmente betonen. Nicht die ganze Wucht und Mächtigkeit der Ornamente, sondern nur Details – die dafür riesengroß. Royal Copenhagen Musselmalet Mega fiel mir ein, die Überzeichnung des blauweißen Geschirr Klassikers.

Also – rumprobiert, kopiert, gezeichnet, verändert, verworfen, neu probiert:

Es hat gedauert.

Der Geburtstag war im Mai, inzwischen war März.
Material musste herbei. Leider war die Bezugsquelle für den Leinenstoff in der ‚Landlust‘ nicht für Privatkunden geeignet, und die Suche nach einem lokalen Händler erfolglos. Schließlich habe ich den Stoff, von hier: Handarbeiten Kortlueke Inh. Jutta Block .  Frau Block war mir bei der Auswahl des richtigen Gewebes eine große Hilfe und hat geduldig mit mir gerechnet, wieviel Stoff für den überbreiten Tisch gebraucht würde, Einsprung nach dem Waschen mitgerechnet. Hatte ich schon erwähnt, dass die Tischdecke nicht einfach gesäumt, sondern mittels einer Passe auf die richtige Größe gebracht werden musste? Nein? Aber jetzt. Zum Glück habe ich professionell nähende Unterstützung.

Stoff : Erledigt

Zwiebelmuster-Stickerei-4

Garn: Erledigt
Teller als Mustervorlage: Erledigt, unter einem Vorwand von der Tante ausgeliehen.

Das Tischmaß 120 x 230 cm , die Tischdecke also 180 x  290 cm. Keine Handarbeit für unterwegs oder auf den Schoß. Erstmal die Tischgröße abstecken. Mein Tisch ist breiter,  aber kürzer als der meiner Tante, also ein Stück mit Karton angesetzt und mit einem roten Faden das Maß markiert.
Und die nächsten 6 Wochen keinen Esstisch gehabt. Sic!

Die Verteilung der Muster war der nächste große Schritt. So, dass das Geschirr nicht auf den Stickereien stehen würde. So, dass die sehr unterschiedlichen Konturen ein einheitliches Bild ergeben würden. Lange habe ich Papiervorlagen hin und hergeschoben.

Schließlich lagen alle Fragmente am richtigen Platz, nun wurde es ernst – die Mustervorlage auf den Stoff übertragen. Gut, wenn man nix wegschmeisst – 40 Jahre altes Kohlepapier kam zum Einsatz.

Da lag sie nun, die kostspielige Materialmenge, in die ich hineinpieksen wollte, um sie zu gestalten. Was hatte ich mir dabei gedacht? In der Schule hatte ich Kreuzstich gelernt, das ist aber, hüstel, 40 Jahre her. Mit meiner Großmutter hatte ich gestickt – Kreuzstich und Festonstich, mehr nicht. Mit beidem würde ich bei meiner Musteridee nicht weit kommen. Von allem anderen hatte ich nicht viel Ahnung. Für „keine Ahnung-Dilettantismus“ war dieses Unterfange aber deutlich zu teuer!
Vor kurzem hatte ich für meinen Bruder wenigstens mal diese Stickereien auf alte Armeetaschen gefertigt, das Logo seiner Firma:

Und für meine Mutter Wäschebeutel:

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Aber da kam es auf akurat nicht so an… aber wenn so Tanten am Kaffeetisch sitzen und die ganze Zeit auf das Muster gucken… da kann ich mir ja keine Blöße geben…

Youtube musste her um das Ungeübte, lang Vergangene aufzufrischen! Meine Empfehlung: Die Videos von Handiworks

Und dann: Üben. Probieren. Probelappen für Probelappen.

Und schließlich: In den Stoff. In echt.

Die Stickerei war letztendlich die wenigste Arbeit – und hat viel Spaß gemacht! Das dicke Ende kommt zum Schluss: Fäden vernähen!

Inzwischen war Ostern und ich habe mir Hilfe geholt:

Zwiebelmuster-Stickerei-22

Wirklich zufrieden sahen die Langohren hinterher nicht aus…

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Nächster Schritt: Ab in die Waschmaschine. Und das bange Abwarten, ob alles dem Schleudern standhält. Hat geklappt!

Jetzt noch Nähen…

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…Bügeln…

… Einpacken – und dann der große Moment:

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Die Patentante war begeistert!

Ich auch. Gerne wieder.

Glückauf!