Alte Schätze: Hohlsaumstickerei auf Leinen / Ancient Treasures: Hemstich on Linen

(Please scroll down for English translation)

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Dieses Werk habe ich verflucht: Hohlsaum funktioniert links ‚rum nämlich nicht, wenn man es rechts ‚rum beigebracht bekommt. Über meine unfähige Handarbeitslehrerin berichtete ich ja bereits.
Den Probelappen meiner Hohlsaumkünste habe ich aber in Ehren gehalten. Das Werk, das anschließend entstand, ziert bis heute einen Schrank bei meiner Mutter. Damals waren es gefühlte 10 Meter, die ich besticken musste. Wenn ich ihn heute da so liegen sehe wundere ich mich immer, wie klein er mit seinen ca. 80 cm doch ist…

Haben Sie auch noch alte Schätze aufbewahrt? Dieses Werk aus meiner Handarbeits-Grundausbildung muss ungefähr 37 Jahre alt sein.

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I hated this work when I had to make it, ca. 37 years ago. When your tought how to do hemstitch with your right hand but actually are left handed, it simply won’t work. But I kept this sampler, and today I really love it. The actual work was a runner that is still in my mothers house. Every time I see it I’m surprised how small it actually is with it’s 80 cm – working on it it felt like at least 10 meters of embroidery…

Did you keep any of your ancient works from school?

GlückAuf!

Diesen Beitrag habe ich vorbereitet – jetzt bin ich im Urlaub und kann daher nicht auf Fragen oder Kommentare antworten. Freue mich aber nach meiner Rückkehr um so mehr darüber!
I wrote this post before I left for my vacation. I can’t answer any comments questions during this time, but I’m really looking forward to do so as soon as I’ll be back!

 

Alte Schätze: Mein allererstes Häkelwerk / Ancient treasures: My first crochet project ever

(Please scroll down for English translation)

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Während ich fleissig an der Fertigstellung des nächsten PIAs (Projekt in Arbeit) wirke, unterhalte ich Sie mit einem meiner Frühwerke.

Es ist sogar mein Erstlingswerk: An dieser Stola habe ich häkeln gelernt. OK, die Farbauswahl wäre heute nicht mehr meine, dennoch bin ich ein bißchen stolz auf mein Werk:
Da sitzt ein ca. 12 jähriges Mädchen – ich habe in der Unterstufe häkeln gelernt – und bricht sich mit der Häkelnadel einen ab.
Beschimpft von einer pädagogisch unfähigen Handarbeitslehrerin. (mit Dutt und spitzer Nase) Unfähig deswegen, weil ich Linkshänderin bin und das, ganz untypisch für meine Generation, auch sein durfte. Sowas war meiner Lehrerin noch nicht untergekommen – und damit war sie überfordert.
Meine Handarbeitsstunden gehören wirklich zu den fürchterlichsten Schul-Erinnerungen, dort wurde ich grundlos gedemütigt. In Mathe wurde ich auch gedemütigt, aber das hatte sehr wohl einen Grund und ist eine andere Geschichte. Im Ergebnis handarbeite ich immer noch und rechnen kann ich auch.

Die Stola hat überlebt (andere meiner Erstlingswerke leider nicht, als da wären meine rot karierte Schürze und meine roten Fäustlinge) Sie liegt heute mit einigen Folgemodellen (in anderen Farben!) bereit, falls es den Gästen abends auf der Terrasse kalt wird. Dann wird sie ausgeliehen, im Halbdunkel macht dann auch die Farbe nichts.

Haben Sie auch noch Erstlingswerke?

Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977. Häkelstola Made in HansensGasse, ca. 1977.

While I’m busy working on my WIPs I ‚m glad to entertain you with my first work of crochet ever: I made this in my craft class in school when I was about 12 years old.  I learned to crochet with this, tortured by a teacher who was unable to teach a left handed child how to crochet. Despite the fact that I don’t have very nice memories of making this and that this wouldn’t be my choice of colour anymore, I kept it and still use it when it’s getting chilly outside and a guest needs something warm around her shoulders. In the dark, the colour doesn’t matter …

 

GlückAuf

 

Sie haben es sicher entdeckt, ich habe Ihnen großmütig sogar den Fehler mit präsentiert…

You sure saw it: I even present the mistake I made…

 

Diesen Beitrag habe ich vorbereitet – jetzt bin ich im Urlaub und kann daher nicht auf Fragen oder Kommentare antworten. Freue mich aber nach meiner Rückkehr um so mehr darüber!
I wrote this post before I left for my vacation. I can’t answer any comments questions during this time, but I’m really looking forward to do so as soon as I’ll be back!

Alte Schätze: Besteck- und Serviettentaschen / Ancient treasures

(English text, please scroll down)

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Die Projekte auf der Liste sind alle noch „in Arbeit“, und da ich ja zwischendurch Schränke einräume und Wände streiche, gibt es zur Abwechslung drei Modelle aus dem Archiv.

My undone projects are still in progress, nothing new to be shown. As I’m being busy sorting my my flatware and renovating, I have to show you some ancient treasures instead.

Sticken lernte ich in der Schule, ich erinnere mich an viel wieder Aufgelöstes, weil es von hinten nicht schön aussah. So ein Frust… irgendwann berichte ich mal über meine unfähige Handarbeitslehrerin, es grenzt an ein Wunder, dass ich trotz ihrer pädagogischen Fehlleistung bis heute unverdrossen weiterwirke. Übrigens  – mit links. Aber das ich eine andee Geschichte.

I learnt to embroider at school, in my memory there’s a lot of frustration about un- and redoing my works over and over again. I’ll write about my horrible crafts teacher sometime, actually it’s kind of a miracle that I’m still crafting.  I still do it, by the way, with my left hand.

Als Kreuzstich Lehrstück gab es eine Serviettentasche. Das war eigentlich schon in den 70er Jahren nicht mehr so ganz en vogue, aber wahrscheinlich konnte die Lehrkraft nix anderes. Also nähten wir zunächst – von Hand, Maschine kam später – ein Täschchen in einem – wie ich finde – unmöglichen Format um es anschließend mit Kreuzstich zu verzieren. Bei dem Kreuzstichmuster, das wir uns selber ausdenken mussten, hat mich deutlich die Kreativität verlassen. Die Farbwahl ist jetzt aus heutiger Sicht auch nicht so der Hit. Aber immerhin, ich habe es immer noch und es ist auch nocht nicht auseinandergefallen. Das ist doch schon mal was.
Mein erstes Werk können Sie also oben bewundern.

We cross stitched a bag for napkins. We first sew it (by hand, we learned machine sewing later) and then did the pattern. Not my most creative moment to be honest, and we could definitely discuss my choice of colours. But however – I still have this piece of art and it hasn’t fallen apart either, that’s something, isn’t it?
You see my first achievement above.

Und von hinten. Gab bestimmt nur ’ne Vier, sind ja unterschiedliche Richtungen und das durfte nicht sein:
And here’s the back side. Sure wasn’t more than a D (4 in Germany), as the stitches go in different directions, which they shouldn’t:

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Jahre später habe ich mich dann noch mal dran gewagt. Diesmal auf einer Vorlage aus Leinen. Das Format ist definitv geeigneter für Servietten oder Besteck, die Rückseite erspare ich Ihnen (wurde ja auch nicht mehr benotet…)

I made another one years later, the bag itself was ready made, I only did the embroidery. I won’t show you the back, there were no grades for it…

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Und immer wenn ich mich dann besonders toll finde, weil ich so was kann und schon mal gemacht habe, hole ich mich damit wieder auf den Boden der Tatsachen zurück:

Everytime I consider myself a hero for doing such things, here is what brings me back down to earth:

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Das ist ein Werk meiner Großmutter. Von Hand genäht und bestickt. Und die Krönung: Das ist auch ihre Handschrift. Sie hieß Rosel und Rö war ihr Kosename. Wohl dem, der für solche Übungen einen kurzen Namen hat!
Art und Ausführung lassen mich immer noch neidisch werden…

It’s a bag for cutlery my grandmother made in school. It is sewn (by hand) and then embroidered – freestyle, this is her name in her actual handwriting (lucky her for a short name)

Ich benutze übrigens alle drei Taschen, allerdings nicht für Servietten oder Besteck: In meine beiden Werke verpacke ich Wäsche, wenn sie in den Koffer kommen und Omis Werk  beherbergt heute meine Nadelspiele in den verschiedenen Stärken. Passt genau und nichts fällt raus.

I am, by the way, using all three of them: Mine are used for lingerie when I pack it in my suitcase and Granny’s I use to store my sets of double pointed needles in different sizes. That fits perfectly and they don’t fall out.

Bewahren Sie auch alte Schätze auf? Benutzen Sie sie? Ich bin definitv ein Sammler – und Benutzer.
Do you keep those ancient treasures, too? And do you use them?

 

GlückAuf!