Der März Kranz

Leben ist das, was passiert, während man eigentlich was ganz anderes geplant hatte. Wie wahr, wie wahr. Zur Zeit passiert viel, und nix davon war so geplant – und das erklärt mein Schweigen hier.

Aber, turbulente Zeiten verlangen nach jedem bißchen Kontinuität, und sei es so etwas lapidares wie ein Türkranz. Er sei Ihnen also nicht vorenthalten, der März Kranz.

 

Entstanden aus:

  • Einem Körbchen voller Mini-Wollknäuel, dem Weihnachtsgeschenk meines Neffen, der seine Tante (fast) auf das Thema stricken reduziert. Kluges Kind.
  • Etwas festem Draht.
  • Zwei alten Metallstricknadeln.

 

Die Machart erklärt sich, glaube ich, beim Anblick von allein: Draht durch  Miniwollknäuel gebohrt und zum zweifachen Kreis gebogen. Geschlossen. 2 Stricknadeln zur Verzierung und gleichzeitig Stabilisierung kreuzweise hindurchgebohrt. Aufgehängt. Fotografiert, leider nur mit dem Handy, sorry.
Fertig.

Glückauf!

 

Advertisements

Der zeitlose Kranz – oder: Was aus den Sukkulenten geworden ist

Dieser Kranz braucht keinen Monat – er bleibt! Dafür hängt er auch nur zu Fotozwecken an der Tür, sonst hängt er im Windfang. Die Bewegung der Tür würde er wohl nicht lange überstehen – ausserdem ist er recht schwer.

 

 

Er hängt nun seit dem Herbst dort – den Winter übersteht er bisher ganz gut.

Meine Sukkulentenzucht hatte für zwei Kränze gereicht, meine Mutter hat auch einen bekommen.

Die Basis ist ein geflochtener Korbkranz, mit Folie ausgeschlagen.

GlückAuf!

Frau Heimwerkerin & Bücher

Das Budget gebietet es, dass viele Dinge im Rahmen des Umbaus selbst gemacht werden. Natürlich werde ich nicht aufs Dach klettern und auch keine Fenster einbauen.  Das Umbauprojekt hat aber noch viele, viele andere Schritte auf dem Weg zum Wohlfühl-Haus. Nun scheue ich mich nicht, einen Hammer in die Hand zu nehmen, und auch mit einer Bohrmaschine kann ich umgehen.

Aber – man lernt ja nie aus, habe ich mir gedacht und angefangen, zunächst zu forschen, was denn andere heimwerkende Frauen und andere Alte-Häuser-Umbauer so zu Papier gebracht haben. Also Umbau-Vorphase am Schreibtisch sozusagen.

Das ist meine bisherige Ausbeute:

Zugegeben, vom Preis der Bücher hätte ich schon eine Handwerkerstunde bezahlen können – aber ich hoffe doch sehr, dass ich mehr als einen Stundenwert Nutzen davon haben werde. Wenn ich mich ein bißchen mit den Büchern beschäftigt habe, werde ich darüber berichten.

Überhaupt, Bücher: Wenn die obere Etage umgebaut ist, wird es Unmengen von Platz für Bücher geben. Und dann träume ich davon, dass die Bücher nach Themen sortiert sind.
Dann gibt es Bücher über Natur, Bücher über Pferde, die über das Thema Garten und die über das schöne Wohnen und Dekorieren. Bücher über die kluge Hausfrau (nicht nur Kochbücher, die stehen natürlich in der Küche) und alle Arten von Handarbeiten. Ein Abteilung Geschichte und eine Abteilung Poesie. Und natürlich die Klassiker, Johann Wolfgang neben Friedrich, Eduard und Heinrich.
Nicht fehlen darf natürlich die Abteilung Philosophie.
Und natürlich Belletristik. All die Krimis, Romane, die Biographien und Reiseerzählungen sehe ich vor meinem inneren Auge schön sortiert und sofort schnell auffindbar im Regal stehen.
Einen Ehrenplatz bekommen all die alten Bücher, die ich geerbt habe. Zum Teil noch in Sütterlin, viele total zerlesen und durch die Hände von Generationen gegangen. Nicht, dass ich in einer 1900-Tuck Ausgabe von Karl May wirklich noch lesen würde – aber diese Bücher haben einen unschlagbaren Charme: Die Besitzer, die sich vorne stolz eingetragen haben sind meine Ahnen, der Zustand der Bücher macht deutlich, dass sie wirklich geliebt wurden und wahrscheinlich viele Stunden unter der Bettdecke bei Taschenlampenlicht existiert haben.
Und Schülbücher mit kolorierten Seiten, alte Atlanten – einfach wunderschön.
Das kann man doch nicht einfach wegwerfen, oder? Ich freue mich, wenn ich bald genügend Platz dafür habe!
Ich finde ja das Sortieren von Büchern nach der Farbe der Bücherrücken wirklich toll – aber nichts für mich. Bücher haben für mich eine thematisch-inhaltliche Ordnung, keine visuelle. Die einzige Ausnahme ist hier den Formaten geschuldet. Aber wenn ich große Bildbände und Atlanten unthematisch nebeneinander stelle, hat das eher praktische als optisch-dekorative Gründe.

So jetzt wieder: Ab in den Keller. Die Kisten wollen gestapelt und abgedeckt werden.

Glückauf!