Neue alte Liebe: Sukkulenten

Ich habe ein Pflanzenproblem: Ich kann nicht genug davon haben. Und muss sie ständig vermehren, Ableger ziehen, umtopfen, zupfen, schnippeln, …

Dem Problem kommen Sukkulenten sehr entgegen: Sie sind überschaubar groß und sehr leicht zu pflegen (und zu vermehren!)


Ich weiß gar nicht mehr, woher die ersten kamen, die sich im Stadtgarten munter vermehrten und sich sogar auf ein paar Krümeln Dreck an der Hauswand wohl zu fühlen scheinen. Aber irgendwie sind es jetzt immer mehr geworden.

Die allererste „Blume“, die ich je von einem Jungen geschenkt bekam war auch eine Sukkulente: Die Eltern eines Jungen in meiner Grundschule hatten eine Gärtnerei (Gewächshäuser sind ein toller Spielplatz!)
Als ich meinen ersten Quadratmeter eigene Gartenfläche im heimischen Garten bekam, schenkte er mir eine Echeveria. Ich habe nicht mehr in Erinnerung, wie es ihr ergangen ist – aber ich weiß noch, dass ich sie sehr stolz eingepflanzt habe.

Heute verteilen sich meine Sukkulenten auf Haus und Garten – und werden immer mehr…

Und damit das so bleibt zupfe und schnippele und topfe und gieße ich munter weiter.

Glückauf!

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Hinterhof Idylle – Urban Backyard Idyll

(Please scroll down for English translation)

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Wenn ich nicht gerade mein Landhaus umbaue wohne ich mitten in der Stadt. Mitten im Ruhrgebiet, mitten unter
knapp 7 Millionen Einwohnern.
Ein kleiner Spaziergang durch unsere Hinterhofwildnis mitten in der Stadt. Hier blüht und grünt es im Verborgenen.
So grün sind die Hinterhöfe des Ruhrgebiets!

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A walk through my courtyard at the town house. Green and flowering in secrecy behind the house.

GlückAuf!

Blühende Baustelle – Blooming construction site

(Please scroll down for English translation)

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Die Beete sind voller weißer Stauden, eingefasst mit Sandstein. Den gibt es hier in jedem Acker. All flowers in my garden are white. They are surrounded with sandstone, which is found everywhere in this area.

Nachdem der Garten lange Zeit als Lagerplatz für Baumaterial, Gerüstteile und Schutt herhalten musste, habe ich am Wochenende die überlebenden Pflanzen belohnt: Unkraut raus, Dünger, neue Nachbarn, Stützen für die Stauden. Auch wenn wir noch lange Zeit im Baustellen-Zustand verbleiben werden: Landhaus ohne Garten geht in HansensGasse nicht. Ideen für den Garten habe ich unendliche, im Moment muss ich mich auf drei schmale Beete beschränken.
Kommen Sie mal mit, ich zeig Ihnen mal ein paar Ecken:

My garden had to be storage area for building materials and debris from construction for a long time. And it’s gonna take more time until I can finally start creating my garden the way I want it to be. But in between, at least I planted some new flowers for summer in some small spaces, as a cottage in the countryside without a garden is unthought of in HansensGasse. Come with me, I’ll show you around…

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Der Rasen hat gelitten, er war bis vor kurzem noch Lagerplatz für Schutt und Baumaterial. Na ja, ist ja nicht Wimbledon. Und das nächste Baumaterial liegt schon bereit. Hier sehen sie auch unseren Fernblick: Wiese, Feld und Wald bis zum Horizont. Der Garten geht an dieser Seite direkt in einen Acker über. The lawn sufferd from being the storage place for lots of builders‘ stuff. But I have no intention to make it Wimbledon’s centre court, anyway. You see our view, the garden’s end on this side is the beginning of a field. And grassland. And a forest.

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Die schäbige Ecke hinter dem Holzstall: Wasserfass muss sein, irgendwann wird es eines aus Holz sein. Die Sammlung ramponierter Gießkannen wird in jedem Winter größer – mindestens eine vergesse ich immer draussen. Shabby corner: I keep destroying watering cans by leaving them outside in winter. They decorate the wood shed. The plastic barrel for collecting rainwater will be replaced by an old wine barrel.

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Der Holzstall hat eine Verzierung aus weißen und grünen Pflanzen bekommen; Stockrose, Lupine, Wolfsmilch und Fingerhut. Und viele viele Gladiolenzwiebeln werden unter der Erde hoffentlich langsam mal munter – es ist Juni, Mädels! The woodshed is decorated by (soon to be) white and green plants. I hope the the bulbs of gladioli soon recognize that it is June already and they’d better show up at the surface.

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Nachwuchs für die Buchsbaumhecke: Stecklinge vom Heckenschnitt. Im Winter werden sie samt ihren Tontöpfen eingebuddelt und mit Laub abgedeckt. Boxtree hedge in the making: Leftovers from cutting are potted.

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Diese Steine warten darauf, zu einer Feuerstelle und einer Mauer verarbeitet zu werden. Fireplace and walls to be.

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Die Wasserkräne wurden im Garten meiner Großmutter ausgetauscht. Nun dienen die abgesägten Enden als Stütze für die Stauden. The faucets were exchanged in my grandma’s garden. Now they support some tall growing plants in my garden.

I could spend the rest of spring and summer in my garden – but there are walls to be painted inside. And unfinished woolen projects to be worked on. And, yes, there also was a job…

Ich könnte mich jetzt den Rest des Frühlings und Sommers im Garten aufhalten und weiter pflanzen, jäten, gießen. Aber – die Baustelle ruft, und die PIAs wollen auch noch zu Ende gestrickt und gehäkelt werden. Arbeiten? Ach, auch noch…

 

GlückAuf!

Der Winter ist da!

Hier ist er – der neulich entdeckte Winter hat nun seinen Weg zu mir gefunden, und sobald auch nur ein Fitzelchen Schnee fällt kommt er in die Aussendekoration. (Aber das hat noch Zeit.)

Aus dem sehr wunderbaren Blumenladen, in dem ich ihn entdeckte, hab ich Ihnen ein paar Bilder aus der Adventsausstellung mit gebracht:

Diese Idee möchte ich gerne nachbasteln – Kiefernadeln bündeln und um eine Blume in die Glsvase stecken – schlicht schön. Mit einer Amaryllis Blüte sicher auch toll.

Platz müsste man haben …

Ist die nicht der Hit? Am Tag zuvor waren noch ganz viele davon vorhanden, in allen möglichen Faben. Aber da hatte ich meine Kamera vergessen. Und dann – eine einsame kleine Glitzer-Filz-Eichel.

Das Laden ist in Freiburg, in der Salzstrasse 47 und heißt wirklich einfach nur „Der Blumenladen“ Er ist wunderschön. Er hat viel „haben will“ Dekorationen.  Er hat nette Menschen, die einem die Dekorationen präsentieren und einen beim Anschmachten herrlich in Ruhe lassen. Also richtig nett.

Ich werde für diese Schwärmerei übrigens nicht bezahlt.

Glückauf.

Ich mag Blumengeschäfte…

… und ein hübsches entdeckte ich in Freiburg.

Besonders gefallen haben mir diese Metallschriftzüge und die Reihe von Kohlköpfen:

Wenn schon keine Blüten mehr, dann doch bitte wenigstens was zu lesen draussen!

Ich glaube, der WINTER Schriftzug muss dort dringend noch von mir abgeholt werden… er kommt ja doch, dann ist es wenigstens schriftlich fixiert vor meiner Tür.

Glückauf.

Nähvergnügen, Gartenarbeit und noch mehr Stöcke in Wald und Flur!

Die Großcousine wünschte sich – ein Kleid. Und Schuhbeutel. Und da vom Seeluft-Stoff noch soviel übrig ist (immer noch!) habe ich genäht:

Das Gelbe ist kein Schubeutel. Das ist ein Kleid. Unter den Schleifen sollen die Arme rausgucken, zwischen den Schleifen der Kopf. Wollte ich nur gesagt haben.

Diese Eisheiligen haben es aber in sich! Lausekalt ist es, und es ruft nicht wirklich zur fröhlichen Gartenarbeit. Aber – wat mut dat mut, sonst brauchen wir bald eine Machete für die Wiese. Am Wochenende kommt Besuch und ich hoffe doch sehr, dass wir den anstehenden Geburtstags-Erdbeerkuchen-Kaffeeklatsch draussen abhalten können. (Sonst muss ich auch noch drinnen wirbeln, das hatte ich eigentlich nur eingeschränkt vor…) Also Rasen gemäht und Beete geharkt, bei kaltem Wind und nicht wirklich wärmender Sonne. Wenigstens ist mir jetzt warm von der Bewegung…

Und hier, wie versprochen: Die Erklärung, warum so seltsame Gebilde an Feldern und Wiesen herumstehen.

Die sind für die WILDSCHWEINE. Besser gesagt, gegen die Wildschweine. Die Borstenviecher haben in den letzten Jahren extrem zugelegt – und ernähren sich nicht, brav und artig, von dem, was sie so im Wald finden, sondern von dem, was Mensch so anbaut. Und diese Schweinerei kostet Geld, viel Geld. Denn wenn ein Landwirt so ein umgemachtes Feld (die Schweine wühlen mit der Nase die Felder um und suchen sich das gekeimte Saatgut raus) wieder neu einsäen muss, ist das viel Arbeit. Sau-Arbeit, im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Schweine machen auch vor Wiesen nicht halt: Unter Maulwurfshaufen und Kuhfladen finden sie Schnecken und Würmer, und die fressen sie für ihr Leben gern. Und die Wiese sieht nachher aus wie ein Acker.

Das machen die Schweine vorzugsweise nachts – und am Morgen sieht man dann die Bescherung.

Um also die Schweine davon abzuhalten, stellen Jäger und Landwirte stinkende Schwämme auf. Die werden auf die Stöcke gespiesst und mit einem – für Mensch und Schwein sehr unangenehmen – Elixier beträufelt. Und damit der Regen das Zeug nicht sofort aus den Schwämmen spült, stülpt man einen Yoghurt- (Kefir-, Kartoffelsalat-, Dickmilch-, Sonstwas-) Becher drüber.
So ist das mit den Schweinen und den Yoghurt-Bechern.

Glückauf!