Alte Schätze: Besteck- und Serviettentaschen / Ancient treasures

(English text, please scroll down)

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Die Projekte auf der Liste sind alle noch „in Arbeit“, und da ich ja zwischendurch Schränke einräume und Wände streiche, gibt es zur Abwechslung drei Modelle aus dem Archiv.

My undone projects are still in progress, nothing new to be shown. As I’m being busy sorting my my flatware and renovating, I have to show you some ancient treasures instead.

Sticken lernte ich in der Schule, ich erinnere mich an viel wieder Aufgelöstes, weil es von hinten nicht schön aussah. So ein Frust… irgendwann berichte ich mal über meine unfähige Handarbeitslehrerin, es grenzt an ein Wunder, dass ich trotz ihrer pädagogischen Fehlleistung bis heute unverdrossen weiterwirke. Übrigens  – mit links. Aber das ich eine andee Geschichte.

I learnt to embroider at school, in my memory there’s a lot of frustration about un- and redoing my works over and over again. I’ll write about my horrible crafts teacher sometime, actually it’s kind of a miracle that I’m still crafting.  I still do it, by the way, with my left hand.

Als Kreuzstich Lehrstück gab es eine Serviettentasche. Das war eigentlich schon in den 70er Jahren nicht mehr so ganz en vogue, aber wahrscheinlich konnte die Lehrkraft nix anderes. Also nähten wir zunächst – von Hand, Maschine kam später – ein Täschchen in einem – wie ich finde – unmöglichen Format um es anschließend mit Kreuzstich zu verzieren. Bei dem Kreuzstichmuster, das wir uns selber ausdenken mussten, hat mich deutlich die Kreativität verlassen. Die Farbwahl ist jetzt aus heutiger Sicht auch nicht so der Hit. Aber immerhin, ich habe es immer noch und es ist auch nocht nicht auseinandergefallen. Das ist doch schon mal was.
Mein erstes Werk können Sie also oben bewundern.

We cross stitched a bag for napkins. We first sew it (by hand, we learned machine sewing later) and then did the pattern. Not my most creative moment to be honest, and we could definitely discuss my choice of colours. But however – I still have this piece of art and it hasn’t fallen apart either, that’s something, isn’t it?
You see my first achievement above.

Und von hinten. Gab bestimmt nur ’ne Vier, sind ja unterschiedliche Richtungen und das durfte nicht sein:
And here’s the back side. Sure wasn’t more than a D (4 in Germany), as the stitches go in different directions, which they shouldn’t:

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Jahre später habe ich mich dann noch mal dran gewagt. Diesmal auf einer Vorlage aus Leinen. Das Format ist definitv geeigneter für Servietten oder Besteck, die Rückseite erspare ich Ihnen (wurde ja auch nicht mehr benotet…)

I made another one years later, the bag itself was ready made, I only did the embroidery. I won’t show you the back, there were no grades for it…

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Und immer wenn ich mich dann besonders toll finde, weil ich so was kann und schon mal gemacht habe, hole ich mich damit wieder auf den Boden der Tatsachen zurück:

Everytime I consider myself a hero for doing such things, here is what brings me back down to earth:

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Das ist ein Werk meiner Großmutter. Von Hand genäht und bestickt. Und die Krönung: Das ist auch ihre Handschrift. Sie hieß Rosel und Rö war ihr Kosename. Wohl dem, der für solche Übungen einen kurzen Namen hat!
Art und Ausführung lassen mich immer noch neidisch werden…

It’s a bag for cutlery my grandmother made in school. It is sewn (by hand) and then embroidered – freestyle, this is her name in her actual handwriting (lucky her for a short name)

Ich benutze übrigens alle drei Taschen, allerdings nicht für Servietten oder Besteck: In meine beiden Werke verpacke ich Wäsche, wenn sie in den Koffer kommen und Omis Werk  beherbergt heute meine Nadelspiele in den verschiedenen Stärken. Passt genau und nichts fällt raus.

I am, by the way, using all three of them: Mine are used for lingerie when I pack it in my suitcase and Granny’s I use to store my sets of double pointed needles in different sizes. That fits perfectly and they don’t fall out.

Bewahren Sie auch alte Schätze auf? Benutzen Sie sie? Ich bin definitv ein Sammler – und Benutzer.
Do you keep those ancient treasures, too? And do you use them?

 

GlückAuf!

 

Vorschau auf Ostern

Dieser nette Bursche schlüpfte quasi aus meiner Nähmaschine:

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Und dann setzte er sich ans Fenster und verlangte lauthals nach etwas anzuziehen. DSC_2745

Er fand es hier viel zu kalt und draussen viel zu weiß. Es meint, es wäre ja noch lang hin bis Ostern. Aber da er noch ein paar Geschwister kriegen soll, musste ja irgendwann mal der Anfang gemacht werden.
Jetzt hat er schon mal ’ne Buxe, der Rest kommt noch. Er darf solange auf der Heizung sitzen.

Glückauf

11 1/2 Meter Leinen

Anderswo (zum Beispiel bei Frau Kirsche) wird zur Zeit fleissig am Weihnachtskleid genäht. Das wird hier nix, aber dafür ist eine andere Idee in Arbeit.

Inspiriert von schöner Tischwäsche neulich mal in einem Laden ging ich los, um ein bißchen Leinen zum ausprobieren zu erstehen. Die Betonung liegt auf ein BISSCHEN.

Hat nicht geklappt. Es wurden 11 1/2 Meter Leinen, nur, weil ich mich mal wieder nicht entscheiden konnte. Ist ja kein Vergang dran, dachte ich mir, und war natürlich gerade im Angebot. Für´s Gewissen war das wichtig.
Ausserdem fand ich noch einen schwarzen Wollstoff (ich habe tatsächlich keinen schwarzen Rock und bin wild entschlossen, das noch sehr kurzfristig zu ändern.)

Aber zunächst – Leinen:

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Und dazu passendes Stickgarn.

Der Plan ist folgender:

Ein gemustertes Stück Leinen wird mit einem unifarbenen Stück Leinen zur Größe eines Tischsets kombiniert. Farblich abgestimmt, natürlich. Und dann mit dem passenden Stickgarn noch irgendwie verziert (gepimpt, oder heißt das nicht so? Doofes Wort. Muss ich auch in meinem Alter nicht mehr wissen, ausser, wenn ich mit meinen Neffen kommunizieren will.
Will ich zwar, aber meistens nicht über Verschönerungsaktionen. Also egal: VERZIERT)

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nahm ich es mit dem Maßen und rechten Winkeln mal ganz genau:

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Ich bin ja nicht so geübt – und es war ein echter Kampf. Weil das Muster nicht ganz einwandfrei im Fadenverlauf rechtwinklig gedruckt ist.
Dann: Garn aussuchen. Der Fundus bot sogar die passenden Farben:IMG_1949

Und Spulen kann man ja nie genug haben:

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Hatte ich auch nicht, ich musste welche aufspulen.
Da ich mir in den Kopf gesetzt habe, aus der Breite des Stoffes vier Stücke zu schneiden sind die Säume ganz knapp. Was bei dickem, störrischem Leinen jetzt auch nicht gerade meine leichteste Übung ist. Hat aber geklappt. Dafür habe ich jetzt von lauter Nadeln und immer wieder Umbügeln verbrannte und zerstochene Finger.

Und jetzt – irgendwas mit dem Stickgarn. Hier tüftele ich noch. Kettstich am Rand, umhäkeln, Plattstich für einzelne Elemente des Musters. Ich probiere. Das Resultat gibt’s dann noch später zu sehen.

Ich mach jetzt mal weiter.

Glückauf

Das Sockenprojekt …

… ist in vollem Gange. Gerade habe ich die Maschen für das sechste Paar angeschlagen:

Die Tasche, in der ich mein aktuelles Werk ständig mit mir führe (ist im übrigen auch selbst gewirkt, nach einer Anleitung von hier (Ein Klick führt Sie direkt zum Tutorial)

Gretelies

Die Stickerei ist Phantasie und eine Eigenkreation. Das Material ist einfaches, aber oft gewaschenes Leinen. Ein Handschmeichler und sehr stabil.

Weiterstricken – Glückauf.