Bicycle Recycle Upcycle: Projekt Nr. 17 ist (endlich) fertig

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Auf diesen Post freue ich mich schon lange, denn dies ist ein Projekt aus meinen PIAs (Projekte in Arbeit), das mal aus der Reihe tanzt: Mein Wollfahrrad.

Yarn Bombing Projekte finde ich ja ganz klasse – aber insgeheim habe ich mir immer gedacht: So viel Arbeit, so viel schöne Wolle – und dann so vergänglich…
Als mir vor einiger Zeit ein altes Fahrrad „zugelaufen“ ist,  auf dem keiner von uns fahren kann, war klar: Das wird jetzt mein Yarn Bombing Projekt!

Und hier ist es nun, mein Wollfahrrad. Theoretisch könnte man sogar noch damit fahren, wenn ich beim einhäkeln der Gangschaltung etwas mehr Friemelarbeit gehäkelt hätte. Wollte ich aber nicht, es sollte einfach nur ein Blickfang werden.
Und nun steht es vor meinem Geschäft und ist genau das. Und abends wird es natürlich reingeholt – und mein Yarn Bombing Projekt ist nicht ganz so vergänglich wie ein umhäkelter Baum.

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I’ve been looking forward to writing this for quite a while, as this is a really unusual project from my wool stash: My woolen bycicle. I adore yarn bombing projects, but keep thinking „so much work, so much precious yarn – and then it is so ephemeral“
But when I was given this bike, which is way to small for any of uns to ride on, it was clear: This will be my yarn bombing project. Theoretically one could still ride it, if I had done the crochet on the gears a little more precisely. But it’s only supposed to be an eye catcher in front of my shop, so no need for that. In the evenening, it goes into the garage, so my upcycled bicycle might last a little longer than a tree in crochet.

Das nächste Projekt aus den PIAs wird dann wieder etwas zum Anziehen. Ganz gewöhnlich also. Aber man kriegt bei der Arbeit keine öligen  Finger!

The next project from the unfinished-projekts-list will be something more usual again – something to wear. But at least you don’t get greasy fingers while working.

 

GlückAuf!

 

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Vintage – Shabby – Style…

… auf die Gefahr hin, mir Feinde zu machen: Aber ich kann Vintage und Shabby Chic und Used Look nicht mehr hören. Besser: Nicht mehr sehen. Ich habe ständig das Gefühl, es wollte mich einer für dumm verkaufen.

Aber ich bin, glaube ich, ziemlich auf einsamem Posten. Ich liebe alte Möbel, alte Dinge, Gebrauchspuren. Aber „in echt“ bitte. Diese Flut von Dingen, die da auf alt getrimmt werden, ist mir höchst suspekt.
Wahrscheinlich ist das ein Folge meiner Messebesuche auf Wohn- und Dekomessen: Dort zu sehen, dass man die Dinge „mit den Spuren der Vergangenheit und der Patina, die ihren Charme erst ausmacht“ palettenweise kaufen kann, finde ich eher abstossend.
Stephanie Luxat hat ähnliches in ihrem Blog Ohhhmhhh (mit KLICK geht´s da hin) mit einer Lampe vom Möbel- Schweden beschrieben: Schön, ja, aber doch kein bißchen originell, kein bißchen individuell. Sie kann das natürlich noch viel treffender sagen. Und lustiger. Aber wir meinen, glaube ich, das Gleiche.

Nichts für ungut. Das musste ich einfach mal loswerden, weil ich dieses Phänomen so bemerkenswert finde.  (Es erinnert mich auch manchmal so an das Spray, dass es in Amerika zu kaufen gab oder vielleicht auch noch gibt: Damit konnten die Autofahrer ihre SUVs, die die Insel Manhatattan wahrscheinlich nie verlassen hatten, mit Dreck einsprühen. Damit es am Montag so aussah, als hätten sie mit ihrem für den Stadtverkehr völlig überdimensionierten Fahrzeug das Wochenende in den Rockies verbracht.  Das Gleiche gilt übrigens für den Used Look bei Jeans. Kann denn keiner seine Buxe wirklich selber abnutzen? Ist doch auch viel kostengünstiger, man hat doch viel länger was davon! Ab und zu beschleicht mich  das Gefühl, dass man für manche Dinge dann doch zu alt wird…)

Gleich wieder was schönes hinterher: Gerade habe ich der Reihe nach bei ebay drei Dinge ersteigert. Alt. Mit Gebrauchsspuren. Und für ganz kleines Geld. Freu :o))))

Glückauf!